Arbeitsort Ulrich_Nordkap nahe Ibsen

Mittwoch, 28. Dezember 2011

"Auf einmal sieht sie, wie es ihr oft geschieht, abgelöst von sich und allen, das Muster, das die Beziehungen der Menschen in diesem Raum abgeben würden, als grafische Zeichnung auf einem riesigen weißen Papier, merkwürdiges Gewirr vielfältig verbundener Linien. Eigenartig schöne Darstellung, die sie kaum betrifft."

(Christa Wolf_Kein Ort. Nirgends, 2006, Suhrkamp Verlag)
u topos = Nicht-Ort
"Er sieht sich und sie aus einer beträchtlichen Entfernung, als stünde er, während er neben ihr geht, zugleich auf einem erhöhten Beobachterposten, als skurrile Figuren am Ufer des Rheins, passables Sujet für ein Aquarell. Aber würde ein Maler imstande sein, die Abtrennung eines jeden von sich selbst, vom anderen, von der sie umgebenden Natur aufs Papier zu bringen? - Das ist uns vorbehalten, denkt Kleist."

(Christa Wolf_Kein Ort. Nirgends, 2006, Suhrkamp Verlag)
Longinus

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Mann mit Licht

Dienstag, 6. Dezember 2011

"Wichtig ist es, zu wissen, und dieses Wissen immer wieder gegenwärtig zu machen, daß Arbeiten kein ruhiges Geschehen ist, sondern eine Kette von Katastrophen, von Aufstieg und Niedergang, Neubeginn, Revolutionen; ein stetiges Wechseln vom einen ins Entgegengesetzte, sogar von der Bewegung ins Verweilen hinein, und wieder aus ihm hinaus, vom Innen zum Außen (und umgekehrt), von der Ferne in die Enge, und so fort, kein harmonisches Wallen, sondern ein andauernder Kampf (gegen Ermattung und all die übrigen Dinge...), für uns, Menschen. - Doch für wen denn anders?  Für, von Gott und Göttern reden wir nicht, Karikaturen, wie sie infantile Hirne als Bild des Menschen schufen und wie sie sich so erstaunlich zäh durch die Zeitalter erhalten; für sie, diese Karikaturen, diese Nichtexistierenden, ist das Arbeiten und somit auch das Leben, harmonisch; und dann vielleicht auch noch für die totalen Idioten (ich sage vielleicht, denn der Idiotismus ist eines der unerforschesten Gebiete), sonst aber für gar keinen, ...."

(Ludwig Hohl_Nuancen und Details, 1990, Suhrkamp weißes Programm Schweiz)


Samstag, 26. November 2011

für Arvo Pärt II

Freitag, 25. November 2011

Denkkreisel

Freitag, 18. November 2011

Kreuz

Dienstag, 15. November 2011

für Arvo Pärt

Montag, 24. Oktober 2011

zu H. Fallada_Jeder stirbt für sich allein

Samstag, 15. Oktober 2011

Mit Beutel
o.T.

Freitag, 14. Oktober 2011

Summe
Gerät
Fortgang

Donnerstag, 13. Oktober 2011

"Dagegen kam keiner an mit seinem inneren Fernsehen auf Versunkenes und damit Mögliches. Da gab es kein anderes Leben mehr als das auf dem Tisch, keine andere Wahrheit als die man mit ja beantworten konnte. ... Das ganze Innen war da die Wohnung, das ganze Außen Kaufhaus und Arbeitsplatz. Wo keine Gefahr mehr gesehen wurde, da war auch keine mehr. So konnte man leicht vergessen, daß unter den eigenen Mühen, Leben vorzutäuschen, unter den eigenen Reproduktionen von Lebensäußerungen noch eine Natur lag, versteckt und zum Schweigen gebracht. ... Davor wollte ich sie noch bewahren, vor solchen Tagesabläufen der Ernährung und Bekleidung, der schäbigen Gefühle, der verklebten Gedanken, vor einer allgemeinen Widerspruchslosigkeit, den langen Totensonntagen, Wochentagen, Alltagen, Werktagen...."

(Nicolas Born_Die erdabgewandte Seite der Geschichte, 1979, Rowohlt Taschenbuch Verlag)
Licht

Sonntag, 2. Oktober 2011

Pendel II

Donnerstag, 29. September 2011

"In der Neuzeit, in der totalen Weltausrechnung (...) ist es das Rätsel, das Rat gibt. ..."

(Erhart Kästner_Die Bilder sind mehr als Worte in "Das dritte Auge", Frankfurt/Main, 1992)

Dienstag, 13. September 2011

Pendel

Montag, 5. September 2011

Mit Säge
o.T.
"Die Fenster des Kürschners sind in die Nacht gefallen. Rudi liegt auf seinem Mantel und schläft. Der Kürschner liegt mit seiner Frau auf einem Mantel und schläft.
Windisch sieht den weißen Fleck der Wanduhr auf dem leeren Tisch. ...."

(Herta Müller_Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt, Fischer Taschenbuch Verlag, 2009)

Samstag, 27. August 2011

o.T.

Donnerstag, 25. August 2011

zu Kleist

Donnerstag, 18. August 2011

Hand und Fuß

Samstag, 13. August 2011

Ponton

Freitag, 12. August 2011

Haus
"...Was ist das für ein Mann?
Er hat die Kreuze errichtet, alle Kreuze, die wir vorhin gezählt haben. Die vierzehn nahe der Kirche, das eine große, alleinstehende und die anderen nach dem Kap zu. Was ist das, ein Kreuz?
Ein Zeichen. Ein Gedächtnis. Eine Erinnerung.
Etwas, das an Früheres gemahnt, an Vergangenes. Das aber das Gedächtnis an dieses Vergangene wachhalten soll, nicht wahr. Also auch ein Warnzeichen, und nicht nur gegen das Vergessen, auch vor der Unachtsamkeit.
Da muß es hoch sein und weithin sichtbar...."

(Johannes Bobrowski_Betrachtung eines Bildes in "Mäusefest/Der Mahner", 1965, Quarthefte, Verlag Klaus Wagenbach Berlin)



Montag, 1. August 2011

Trichter grau

Montag, 25. Juli 2011

Handlabyrinth
Linie
Zähler
Kammer

Sonntag, 17. Juli 2011

o.T.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Essender Mann
"...Wer hier steht, weiß: Jahr für Jahr erhebt sich der Fluß, er zerbricht das Eis, er fährt daher mit schäumenden Wirbeln und schleift entwurzelte Bäume und abgerissene Zäune vorüber. Einmal kam ein heiserer Hahn auf einem Koben gefahren, in dem ein ertrunkenes Schwein lag. Losgerissene Kähne fährt der Fluß heran und lärmt in der Dunkelheit und geht mit großen Füßen über das niedere Ufer. Und in der Nacht dann ist die Ebene ein Meer geworden. Dann sieht man noch den kahlen Baum, der einen Steinwurf weit allein in den Wiesen steht, den Krähenbaum. Auf dem runden Hügel, wo das Beerenkraut über den Sand kommt und durch die Zäune, standen wir, wenn wieder ein Sarg vergraben war. Hier haben wir als Kinder den Mann gesehen, alt, in schwarzen Kleidern, mit einem hohen Hut. ..."

(Johannes Bobrowski_ Ich will fortgehn in "Mäusefest/Der Mahner", 1965, Quarthefte, Verlag Klaus Wagenbach Berlin)

Montag, 11. Juli 2011

o.T.

Sonntag, 26. Juni 2011

Atem
Vulkan und Kontrabaß
Mann mit Tier

Freitag, 17. Juni 2011

helle Stücke
Zauberlehrling

Donnerstag, 9. Juni 2011

"Wenn ich mich erinnere, dann an Jahre, in denen meine Unternehmungen im Kopf blieben, selbst in den Zimmern habe ich die Wände nicht mehr gestrichen, sondern nur noch durchkreuzt. Ich habe viele  Wände, Decken und Fußböden durchkreuzt. Maria ist dazugekommen und hat aus dem Türrahmen dazu genickt. Maria hat verstanden, daß wir gar nicht anders können als weiterhin Zeichen abzugeben, wenn es auch die Zeichen unserer Zerstörung sind...."


(Nicolas Born_Radikale Ernte in "Täterskizzen", Rowohlt, 1987)





Dienstag, 7. Juni 2011

Zeit

Montag, 6. Juni 2011

o.T.

Sonntag, 29. Mai 2011

METRONOME
VATER
UNSER

Dienstag, 24. Mai 2011

o.T.

Donnerstag, 19. Mai 2011

"Herumirren stellt für Dürrenmatt die menschliche Grunderfahrung dar. ... Er befreit vom Labyrinth, indem er es darstellt. Das Irren orientiert sich an einem Beziehungsnetz, und die Irrgänge werden in Zusammenhängen gesehen. Aus den Zusammenhängen, die er gewinnt, schafft er eine neue Welt, eine eigene,..."


(Hugo Loetscher_Friedrich Dürrenmatt-Schriftsteller und Maler, Kunsthaus Zürich, 1994)

Sonntag, 15. Mai 2011

o.T.

Freitag, 13. Mai 2011

Scheuche Vögel
Drei
Zahl und Gesicht
"Das ist nun einmal die Signatur dieses Tages."

(Dostojewski_Arme Leute)

Samstag, 7. Mai 2011

o.T.

Samstag, 30. April 2011

VERDIKT
KAMMER
ZUTRITT
leichtes schwarz_schweres schwarz

Freitag, 29. April 2011

o.T.

Mittwoch, 27. April 2011

Kain und Abel

Montag, 25. April 2011

o.T.

Samstag, 23. April 2011

HERZGITTER
SENKE
DIABOLO
o.T.
"...Bin oft mit der Fähre gefahren, eine Weile des Stillstehns und trotzdem ein Weiterkommen, im blauen Wasser, unter Wolken und Möwen...."

(Peter Weiss_Gespräch der drei Gehenden, 1965, SV)

Donnerstag, 21. April 2011

Über dem Meer
Astronomen finden fernste Galaxie.


Dienstag, 19. April 2011

KATARAKT
TANGENTE
KNIEFALL
"...Von hier aus gerät der Betrachter ins Träumen, von jetzt an vermag er, auf immer zahlreichere Gegenstände die besonderen Kennzeichen der ersten und wohlbekannten Gegenstände auszudehnen. Er vervollkommnet den gegebenen Bereich, indem er sich eines vorausgehenden entsinnt. Dann fügt er das Nacheinander seiner Eindrücke nach Belieben zusammen oder nimmt es auseinander....
Er will unsichtbare Gesamtheiten entsinnen, von denen ihm die Teile gegeben sind. Er meint die Schleifen zu sehen, die ein Vogel mit seinem Flug zieht, die Kurve, über die ein geworfener Stein hingleitet, die Flächen, die unsere Gebärden umreißen, aber auch jene aus der Ordnung fallenden Einrisse, jene fließenden Arabesken, jene gestaltlosen Kammern, welche in einem alles durchdringenden Netz erschaffen werden vom schwirrenden Speichenblitz im schauernden Insektenschwarm, von der Dünung der Bäume, von den Rädern, dem menschlichen Lächeln, der Brandung.  Manchmal treten die Spuren dessen, was er geistig ersonnen hat, im Sand oder auf dem Wasser sichtbar hervor; manchmal kann seine Netzhaut in der Zeit die Form, in der ein Gegenstand den Ort wechselt, auffangen...."

(Paul Valéry_Einführung in die Methode des Leonardo da Vinci, Unterwegs zu Leonardo, 2006, Schirmer/Mosel)
Schollen
(Formen über Richard Long, berlin circle)

Montag, 18. April 2011

o.T.

Samstag, 16. April 2011

PONTON
KREUZANKER
GRAUSCHNEE
Passion
Man lebt heute doch mehr denn je in Kammern und Verstecken. Da war die sogenannte Nischengesellschaft der DDR nur ein Anfang. Heute gibt es den Begriff der Parallelgesellschaft. Dieses Wort gilt jedoch für die hedonistischen Wohlstandsreservate des Prenzlbergs ebenso wie für die arabische Großfamilie im Wedding oder  für die vereinsamte, arbeitslos und alt gewordene deutsche Landbevölkerung. Nur eins verbindet - das wochenendliche Grillen in Familie.

Tor

Freitag, 15. April 2011

VIADUKT
ASCHEBAHN
SINTFLUT

"Es ist doch viel los an einem Tag wie heute
wieder schwere Verluste auf beiden Seiten
mein Kopf der träumt wird nicht abgeschlagen
das ist der Vorteil dieser Gegend..."

(N. Born_Gedicht; Ein Lied das Jeder kennt
Verlag Volk und Welt, 1989)

Donnerstag, 14. April 2011

LICHTWURZEL
PAPIERHAND
GEDÄCHTNIS

frei nach Jacopo Berengario da Carpi


Dienstag, 12. April 2011

Zu Peter Weiss_Gespräch der drei Gehenden
"In Wirklichkeit gibt es keine Theorie, die nicht ein sorgfältig präpariertes Fragment irgendeiner Selbstbiographie wäre."

(Paul Valéry_Zur Theorie der Dichtkunst, 1975, SV)

Montag, 11. April 2011

ora et labora_für ingrid
o.T.
Adam und Esra

Sonntag, 10. April 2011

ALPHABETBILD
TRAUMZEICHEN
RETRAKTION
o.T.
Kleist zum Kleistjahr